Kopfschmerzen oder Migräne

 

Viele Menschen in der Schweiz sind regelmäßig von Kopfschmerzen betroffen, jeder Zehnte leidet sogar unter Migräne. Unabhängig davon, ob man unter Kopfschmerzen oder Migräne leidet, sind beide Formen für die Betroffenen oft nur schwer zu ertragen. Denn wenn der Kopf vor Schmerzen brummt, bleibt die Leistungsfähigkeit oft auf der Strecke. Die Erledigung alltäglicher Aufgaben fällt mit Kopfschmerzen sehr schwer und auch das Wohlbefinden leidet stark. Damit Sie im Fall von Kopfschmerzen oder Migräne schnell wieder fit sind und aktiv am Alltag teilnehmen können, empfiehlt es sich, mit einem Kopfschmerzmittel Linderung zu verschaffen.

Doch um das richtige Kopfschmerzmittel zur Hand zu haben muss man zunächst wissen, ob man unter Kopfschmerzen oder Migräne leidet. Da die Unterscheidung nicht immer einfach ist, und die Charakteristika sich überlappen können, haben wir für Sie den Kopfschmerztest entwickelt. Wenn Menschen über Kopfschmerzen klagen, handelt es sich in ca. 90% der Fälle um Spannungskopfschmerzen oder Migräne. Daher wird die Unterscheidung in unserem Kopfschmerztest zwischen den zwei Formen Spannungskopfschmerzen und Migräne vorgenommen.

 

Die Migräne (von altgriechisch ἡμικρανία hēmikrānía ‚halber Schädel‘) ist eine neurologische Erkrankung, unter der rund 10 % der Bevölkerung leiden. Sie tritt bei Frauen etwa dreimal so häufig auf wie bei Männern und hat ein vielgestaltiges Krankheitsbild. Dieses ist bei Erwachsenen typischerweise gekennzeichnet durch einen periodisch wiederkehrenden, anfallartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz, der von zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) begleitet sein kann. Bei manchen Patienten geht einem Migräneanfall eine Migräneaura voraus, während der insbesondere optische oder sensible Wahrnehmungsstörungen auftreten. Es sind aber auch motorische Störungen möglich. Die Diagnose wird nach Ausschluss anderer Erkrankungen als Ursachen üblicherweise mit Hilfe einer Anamnese gestellt.

 

 

Migräne – Beschreibung

Wie oben beschrieben, leiden etwa 7% aller Männer und 13% aller Frauen unter einer Migräne. Vor der Pubertät beträgt die Häufigkeit der Migräne 4 – 5 %, und Jungen und Mädchen sind gleich häufig betroffen. Die größte Häufigkeit der Migräne – Attacken liegt zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr.

 

Bei der Migräne treten meist einseitige Kopfschmerzen von pochendem Charakter auf, die als sehr heftig erlebt werden. Geringe körperliche Tätigkeiten, wie beispielsweise schon das Steigen einer Treppe, führen zu einer Zunahme der Schmerzen. Vegetative Begleiterscheinungen wie Übelkeit sind fast immer und Erbrechen in etwa der Hälfte der Patienten vorhanden. Auch Lichtscheu und Lärmempfindlichkeit werden regelmäßig berichtet. Die Patienten ziehen sich deshalb gern in ein dunkles Zimmer zurück und legen sich hin. Die Kopfschmerzen können auch beiderseitig auftreten. Meist ist bei einseitigem Vorliegen eine Seite bevorzugt. Oft wird ein Beginn der Schmerzen im Nacken angegeben, sie breiten sich dann meist über die Schläfen bis zur Stirn oder darüber hinaus bis zum Auge aus. Die Dauer einer Migräne-Kopfschmerz – Attacke beträgt von 4 Stunden bis zu 3 Tagen. Die meisten Patienten berichten eine Dauer von einem Tag. Die Schwere und Häufigkeit von Migräne – Attacken nimmt nach dem 45. Lebensjahr meist ab, sowohl bei Frauen wie auch bei Männern.

 

Bei einem Teil der Patienten geht den Kopfschmerzen schon 1 bis 2 Tage allgemeines Unwohlsein voraus. Hier sprechen wir von Vorbotensymptomen. Ein weiterer Teil der Patienten, etwa 10% berichten 20 bis 30 Minuten vor Auftreten der Migräne – Kopfschmerzen über neurologische Reiz- und Ausfallserscheinungen, die als Aura bezeichnet werden. Besonders typisch sind als Zeichen der Reizung der Sehrinde gezackte Linien, die in einer Gesichtsfeldhälfte auftreten, zunächst sehr klein sind und sich dann langsam ausbreiten. Auch Gefühlsstörungen, Schwindel, sogar Lähmungen und Sprachstörungen können in diesem Rahmen auftreten. Dabei ist typisch, dass sie sich über 10 bis 20 Minuten entwickeln und nicht schlagartig auftreten. In jedem Falle sollte aber umgehend bei Auftreten eine neurologische Untersuchung stattfinden, um nicht die Diagnose eines Schlaganfalls zu übersehen. Aus einem Schlaganfall würden sich ganz andere diagnostische und therapeutische Konsequenzen ergeben. Mit dem Abklingen der Aura-Symptome treten charakteristischerweise die Kopfschmerzen auf.

 

Bei Frauen tritt die Migräne oft in zeitlicher Bindung zur Menstruation auf. Hier wird von einer so genannten menstruellen Migräne gesprochen.

 

Die Ursachen der Migräne sind noch nicht ausreichend geklärt. Für eine spezielle Form der Migräne wurden zwei Gene auf dem Chromosom 1 und dem Chromosom19 als Ursache erkannt. Für die meisten Patienten mit Migräne ist eine familiäre Veranlagung feststellen. Zwillingsstudien belegen ebenfalls, das genetische Faktoren (Erbfaktoren) mit für das Auftreten der Erkrankung verantwortlich sind. Wahrscheinlich bewirken sie, dass der Patient empfindlicher für verschiedene Reize ist und mit einer Migräne – Attacke reagiert.

 

Während eines Migräneanfalls können verschiedene Phasen mit unterschiedlichen charakteristischen Symptomen durchlaufen werden. Oft kündigt sich ein Anfall durch eine Vorboten- oder Prodromalphase mit Vorbotensymptomen an. Dieser kann eine Phase mit Wahrnehmungsstörungen, die sogenannte Migräneaura, folgen, die insbesondere das Sehen betreffen. In der Kopfschmerzphase bestehen neben den Kopfschmerzen unterschiedliche weitere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit. Bei manchen Patienten überdauert der Migräneanfall das Abklingen der Kopfschmerzen. Diese Phase wird als Rückbildungsphase bezeichnet.

 

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